München, 13. April 2026 – Das verantwortliche Management hat die Belegschaft der DeutschlandCard GmbH heute im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung persönlich über die Pläne informiert, den operativen Betrieb des Unternehmens spätestens zum 30. November 2026 vollständig einzustellen. Von dieser unternehmerischen Entscheidung sind 90 Mitarbeitende betroffen. Für diese sollen jetzt zeitnah sozialverträgliche Lösungen gefunden werden.
Dirk Kemmerer, CEO von Bertelsmann Marketing Services, erklärt dazu: „Diese Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen. Sie ist vor allem mit Blick auf das engagierte Team in München äußerst schmerzhaft, aufgrund der negativen Marktentwicklung allerdings unumgänglich. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DeutschlandCard haben über fast zwei Jahrzehnte hinweg exzellente Arbeit geleistet und mit viel Einsatz, Kreativität und einem hohen Anspruch an Qualität und Service alles für unsere Kundinnen und Kunden gegeben.“
München, 13. April 2026
E-Mail: gernot.wolf@bertelsmann.de
Mobil: +49 160 90541431
Die DeutschlandCard GmbH hat bis Anfang 2025 ein branchenübergreifendes Bonusprogramm betrieben, bei dem Kundinnen und Kunden bei teilnehmenden Partnerunternehmen Punkte sammeln und gegen Prämien einlösen konnten. Als Plattformbetreiber verantwortete das Unternehmen insbesondere die Verwaltung der Punkteguthaben, die Abwicklung der Einlösungen sowie die Ausspielung von datengetriebener Marketingkommunikation für teilnehmende Unternehmen. Die wirtschaftliche Grundlage dieses Geschäftsmodells beruhte im Wesentlichen auf der Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen. Mit dem Verlust des mit Abstand größten Programmpartners ist Anfang des Jahres 2025 die Grundlage für dieses Geschäftsmodell entfallen.
In der Folgezeit hat das Unternehmen mit großem unternehmerischem Engagement eine grundlegende Neuausrichtung des Geschäftsmodells bewerkstelligt. Unter herausfordernden Rahmenbedingungen wurden unter anderem Produkt und Datenbasis grundlegend verbessert, das Kampagnenmanagement modernisiert sowie erste händlerübergreifende Commerce-Media-Kampagnen konzipiert, umgesetzt und erfolgreich ausgeliefert. Ziel war es, die DeutschlandCard einerseits als skalierbare Commerce-Media-Plattform für Partner und Werbetreibende sowie andererseits als smarten Shoppingbegleiter mit digitalen Features und Services am Konsumentenmarkt zu etablieren.
Trotz des intensiven Einsatzes aller Beteiligten und umfassenden Investitionen in die Transformation des Geschäftsmodells ist es insbesondere vor dem Hintergrund der seit geraumer Zeit schwierigen Marktbedingungen leider nicht gelungen, die Nutzerakzeptanz und die erforderliche Reichweite für eine tragfähige Monetarisierung zu erreichen. Das Unternehmen arbeitet seit geraumer Zeit mit Verlusten. Alle Anstrengungen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, sind vor allem aufgrund mangelnder Nachfrage letztlich ohne den erforderlichen nachhaltigen Erfolg geblieben. Das Management sieht daher auf absehbare Zeit keine realistische Möglichkeit, die Verlustzone zu verlassen, und damit keine Grundlage für eine Fortführung der Geschäftsaktivitäten.
Insbesondere in den vergangenen Monaten haben Management und Belegschaft nach Aussage von Kemmerer sehr fokussiert daran gearbeitet, die durch den Wegfall zentraler Geschäftsgrundlagen notwendige Transformation des Geschäftsmodells zu bewerkstelligen und die DeutschlandCard als digitale B2C-Plattform sowie als skalierbares Commerce-Media-Angebot für Partner und Werbetreibende am Markt zu etablieren. „Dass dieser Weg trotz aller Anstrengungen und zahlreicher Fortschritte nicht zum erhofften Erfolg geführt hat, hat nichts mit der Leistung der Mitarbeitenden zu tun, sondern ist ausschließlich den schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der schwachen Nachfrage sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich geschuldet. Unsere wichtigste Aufgabe ist es jetzt, für die betroffenen Mitarbeitenden Perspektiven und sozialverträgliche Lösungen zu finden. Zudem werden wir für bestehende Kunden, Partner und Nutzer eine verlässliche Fortführung der bestehenden Leistungen im Rahmen einer geordneten Übergangs- und Abwicklungsphase sicherstellen.“
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